Evelyne Schären

Evelyne Schären

religiöser Treiber

religiöser Treiber

PS19  Seminar 2 Samstag vom 26.10.2019 in der Chrischona in Weinfelden

Thema:         Getrieben oder getragen?
Referenten:  Evelyne und Beat Schären mit Team

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest, und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! (Galater 5,1)
Ja, frei wollen wir sein, keinen fremden Herren gehorchen – gerade wir doch so Freiheit-liebenden Schweizer. Doch der Weckruf von Paulus ist nötig. Das in liebenswürdigem und gemütlichem Berndeutsch vorgetragene Referat von Evelyne und Beat Schären mit Team lädt uns mit Bildern und Beschreibungen von Pferden dazu ein, in den Spiegel zu sehen und zu erkennen, dass wir durch unser Verhalten uns häufig selbst unsere Freiheit rauben oder rauben lassen.
Auf einem Pferd zu reiten ist eine schöne Erfahrung, aber wenn sie durchbrennen und uns verfolgen, werden sie gefährlich. So ist das mit unserer Antriebskraft. Wenn sie durchbrennt führt sie oft zum Burnout. Die modernen Sklaven werden heute nicht mit der Peitsche, sondern mit dem Terminkalender angetrieben. Aus der Gemeinschaft der Heiligen wird eine Gemeinschaft der Eiligen. Gott selbst ist kein Treiber und er duldet keine Treiber in seinem Reich. Er will seine Menschen tragen, führen und beschützen.

Die 5 Treiber in der Psychologie:
«Mach es allen recht!» - wie ein Mann, der nie Ferien machen kann (zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen) oder die Frau, die erst Klavier spielen kann, wenn der ganze Haushalt tipptopp ist; wann ist das schon? (Zeugnis von Vreni)
«Streng dich an!» - bis zäh und ausdauernd. Ohne Fleiss kein Preis. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ziele werden durch Härte und Anstrengung auch gegen sich selber erreicht.
«Sei perfekt!» - Beat: Ein Perfektionist ist leider nicht perfekt und leidet daran. Die Ansprüche an sich und andere sind so hoch, dass sie nicht erfüllbar sind. Dieses Treiberross ist gnadenlos und ohne Gnade aus dem Himmel lässt sich dieses Ross nicht zähmen.
«Beeile dich!» - Jede Art von Zeitverschwendung ist dir zuwider. Du bist an vielen Seminaren, Workshops usw. Geduld ist nicht deine Stärke. Du lebst für deine Projekte, packst viel zu viel gleichzeitig an aber bringst es zu keinem guten Ende.
«Sei stark!» - Du bist erfolgreich und was du anpackst, führst du zu einem guten Ende. Den anderen traust du nicht alles zu, verachtest das Schwache. Leistungsfähigkeit und Effizienz sind wichtig.
Zu diesen fünf Treibern kommt dann für uns, die wir «gute Christen» sein wollen, der «religiöse Treiber» dazu: Vorbild sein, keine Fehler machen, verfügbar sein, immer lieb, zuverlässig, Zeugnis sein ... Obwohl alles gut ist, laden wir zu viel auf und hebeln so das Angebot von Gott zur Freiheit aus. Das ist aber nicht das Evangelium.

Kommt dir einer dieser Treiber bekannt vor? Frage doch deinen Ehepartner oder deine Kinder oder Freunde!
Wie gehen wir mit erkannten Treibern um? Gute Strategien sind gefragt, denn nur fortjagen bringt nichts, dann fehlt uns ihre Energie, denn sie sind ja auch unsere Stärke! Wer seine Talente aufgrund eines Treibers in die Wüste geschickt hat, kann sie auch wieder zurückrufen. Im Film «Der Pferdeflüsterer» wird gezeigt, wie durch Beobachtung und mit Verständnis und Geduld das Vertrauen des Pferdes gewonnen und dieses traumatisierte Pferd schrittweise wieder zu einem brauchbaren Pferd  wird.
Jesus ist wie der Pferdeflüsterer und kann unsere traumatisierten Treiberpferde wieder in die richtige Funktion bringen. Bitte Jesus, damit er die durchgegangenen Treiber dir wieder zutraulich macht, denn wir brauchen sie in unserem Leben. Selbstablehnung und Selbstzweifel hindern uns an der Freiheit. 

Nach der Mittagspause zeigen uns verschiedene, eindrückliche Erlebnisberichte wie die Treiber uns gerade in Schwachheit und persönlicher Not am meisten bedrängen. Und wie vermeintlich gebändigte Treiber in anderen Lebenssituationen wieder neu zu Treibern werden; gerade wenn wir in wiedergewonnener Lebensfreude für Gott etwas leisten können. Gott ist gnädig und führt uns auch aus diesem religiösen Leistungsrad wieder heraus. Mit Jesus zusammen spannen wir um. Wir bleiben immer herausgefordert. Nur mit Jesus bleiben wir im Gleichgewicht.

Wir haben die grosse Gnade, dass wir unseren Wert in Gott haben. Er hat uns zuerst geliebt. Unser Wert liegt nicht in der Leistungsfähigkeit. Wie umspannen? Es geht einzig darum, unseren Antreibern ihren Platz zuzuweisen. Es geht um Wahrheit, Festlegungen, Talente. Und dass wir einander helfen und ermutigen.
Jesus, wo gibt es Anteile, die ich noch nicht dir unterstellt habe? Wie bei ungebetenen Mäusen, die Spuren hinterlassen, lassen auch unerwünschte Antreiber ihre Spuren zurück. Und wie schon vernommen, kommen die Treiber vornehmlich in Krisenzeiten – Achtung, nicht darauf hereinfallen!

«Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.» (Matthäus 11,28-30)

Prüfe dich, ob du dein richtiges Joch trägst und hüte dich vor dem religiösen Geist; er entspringt nicht Jesus. Am Nachmittag sind wir eingeladen, uns an sechs Stationen zu entspannen und uns beschenken zu lassen – kein Druck – nur ein legitimer Treiber -> der Heilige Geist und nur ein legitimer König -> Jesus Christus.

Ausschnitt Referat Evelyne Schären

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