Bei oder in IHM?

Bei oder in IHM?

Karin in IHM

Karin in IHM

PS19  Seminar 4 Samstag, 18.01.2020 in der Morija in Frauenfeld

Thema:         In IHM gestärkt werden
Referenten:  Matthias und Karin Hoffmann (www.vaterherz.org)

Matthias und Karin Hoffmann haben uns schon gestern Abend mit Begeisterung und Herzenswärme das Wesen von Gott, unserem Vater, und seine grenzenlose Liebe aus ihrer Erfahrung aufgezeigt und damit unsere Herzen berührt. Bereits vor zwei Jahren durften wir Matthias und Karin kennen lernen und ihr Eifer für das Vaterherz Gottes hat weiter zugenommen. So wollen wir uns heute von ihnen erneut anstecken lassen und von IHM Stärkung erfahren. Karin und Matthias verstehen sich als Botschafter der Liebe Gottes und freuen sich auf das, was Gott heute mit uns vorhat.

Bin ich geliebt? Fühle ich mich geliebt? Lebe ich in dieser Liebe oder rackere ich mich ab? Dieser Tag soll helfen, dass Neues freigesetzt werden kann. Manchmal braucht es Zeit bis etwas Neues entsteht oder ausgebrütet ist. Heute soll zumindest der Beginn davon sein.

Jesus ist die Grundlage unseres Lebens. Er hat uns im Blut des Lammes reingewaschen. Einer der Tot war ist wieder lebendig geworden; der Löwe von Juda. Das ist die Grundlage auf der wir stehen, egal ob evangelisch, katholisch oder freikirchlich. Doch Jesus ist auch gekommen um das Reich Gottes hier auf Erden zu manifestieren. Weiter ist Jesus aufgrund der Dunkelheit in unserer Seele gekommen, um sie zu erleuchten und zu befreien.

Es gibt einen Unterschied, bei Jesus zu sein, oder in IHM zu sein! Wir denken, dass wir Jesus kennen – doch das ist Religion, heisst dazugehören. Aber, indem wir «lediglich» dazugehören, kennen wir die Liebe Gottes noch nicht, haben sie nicht wirklich in unser Herz aufgenommen und an uns selber erfahren.

Wir leben manchmal Jahrzehnte beim Vaterhaus, aber draussen vor der Tür. Und draussen vor der Tür wird viel und fleissig gearbeitet und am Abend ist man immer so müde und enttäuscht. So gibt es verbitterte Missionare, die zwar alle bei Gott sind. Doch die Liebe des Vaters ist nicht beim Vater, sondern in IHM. Und Jesus ist die Tür und nur wer durch diese Tür hineingeht, kann an der ganzen Fülle des Vaters teilhaben. Jesus ist gekommen um den Vater zu offenbaren. Das konnten die religiösen Geister nicht ertragen, denn draussen vor der Tür wird oft viel Tamtam veranstaltet und als wichtig und heilig erklärt. Dabei steht in der Bibel, dass Gott sich um jedes Detail kümmert, auch das kleinste und unbedeutendste. Niemand hat Gott den Vater je gesehen mit Ausnahme des Sohnes; Jesus. Ohne Jesus wüssten wir nicht, dass Gott ein liebender Vater ist. Aber draussen, vor der Tür, hört sich Gott eher als strenger und strafender Gott mit all seinen Geboten und Verboten an denn als liebender Vater. Das entmutigt anstatt zu ermutigen. Dabei ist Jesus zu allen gekommen, die müde und belastet sind, um sie zu erquicken.

Nichts und niemand kann uns je von der Liebe des Vaters trennen! (lies Römer 8,38-39) Warum bleiben wir dann so oft lieber draussen, vor der Tür? Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt, dass beide Söhne draussen waren: der Jüngere hatte Rebellion im Herzen, der Ältere Religion. Schon Adam und Eva hatten es versäumt, das Herz Gottes zu erkennen. Die Ursünde ist nicht Rebellion und Ungehorsam, sie ist fehlendes Vertrauen zu Gott. Daraus folgen alle weiteren Sünden. Der Teufel sammelt täglich was gegen uns spricht, um uns einzureden, dass wir dem Vater niemals genügen werden; eine Lüge. Aber selbst der Teufel ist Gott unterstellt. Gott benutzt auch andere Menschen, um unser Herz zu erreichen. Oft merken wir nicht, wenn sich Gott uns gütig nähert und es immer wieder versucht. Doch wenn wir nicht hören, bauen wir durch unser Verhalten Druck auf, geraten in Schwierigkeiten und oft lassen wir uns erst unter schwierigsten Umständen von Gott überzeugen. Da hilft es auch nicht, bei Schwierigkeiten den Partner, den Beruf, die Gemeinde oder das Umfeld zu wechseln. Das führt nur noch zu mehr Problemen und Unsicherheiten. Wir müssen uns von Gott (oder Gott in uns) in sein Bild verwandeln lassen.

Ein anderes Hindernis ist, dass viele von uns eine falsche biblische Prägung haben; Jesus ist unser Freund, ja klar, aber der Vater, das ist der Unnahbare, der Heilige, der von Abraham verlangte, seinen Sohn zu opfern. Und was verlangt Gott jetzt von mir «Unmögliches»? Das ist doch gemein, fies, ja geradezu ungöttlich! Aber selbst Isaak musste seinem Vater Abraham vertraut haben, denn Abraham konnte seinen Sohn nur ohne Gegenwehr binden. Wir sind nicht die Kinder Moses, Kinder des Gesetzes, sondern wir sind Kinder Abrahams, Kinder des Vertrauens. Gott hat in Abraham einen Freund gesucht und gefunden. Wir nehmen Gott, unseren Vater, oft verzerrt war.

Ein weiteres Hindernis, wenn es um die Beziehung zum Vater geht, ist ein falscher Umgang mit unserem Herzen; oft verhärten wir unser Herz aufgrund einer Verletzung so, dass niemand mehr rankommt, auch das Gute nicht.
Die «Waisenkinder» leben draussen, vor der Tür – sie orientieren sich an Moses anstatt an Abraham. Oft leben wir in Aktivismus und vergessen, nach dem Herzen Gottes zu fragen: Vater, wie findest du mich, bin ich ein Segen für dich? Wo gibt es Gemeinden, die sagen: zuallererst wollen wir sein Herz berühren? Dabei heisst es doch sinngemäss in Matthäus 6,33: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und alles andere wird euch hinzugefügt.

Unsere Identität besteht nicht aus Tun und Haben, sondern aus der Liebe des Vaters zu uns.
Karin erzählt uns, wie sie in ihrem Leben einen Platz zum Tun gesucht und schliesslich einen Platz zum Sein gefunden hat. So habe sie sich früher wie der ältere Sohn verhalten. Erst als sie erkennen durfte, dass nicht sie aufgrund ihres Verlangens nach Liebe und Anerkennung ein Loch in ihrem Herzen hatte, sondern Gott, der darauf wartete, dass sie ihren Platz in seinem Herzen einnimmt – also das Loch füllt, das Gott in seinem Herzen für sie aufgespart hatte. Und so empfiehlt sie uns ein neues Verhalten einzuüben: Wenn wir die Empfindung haben, zu kurz gekommen zu sein, sollen wir uns zum Vater wenden und ihm das anmelden. Innerlich werden wir seine Nähe spüren und merken, wie er uns zuzwinkert: Aber du weisst doch, dass du mein Schatz bist. Und wenn wir uns dessen wieder richtig bewusst werden, fühlen wir uns geborgen und getragen. Er ist die Quelle und wenn ich nicht meinen Platz im Sein als sein Kind einnehme, fehle ich dem Vater, der sich nach mir sehnt.

Lies 2. Petrus 1,16-20; Jesus bekam Herrlichkeit von der höchsten Herrlichkeit als der Vater ihm sagte: Du bist mein geliebter Sohn ...
Jesus ist uns in allem der Erste. Alle Vollmacht hat er nur in Verbindung mit dem Vater gehabt und ausgeübt, so wie wir auch.

Bei der Taufe wird man nicht nur äusserlich nass, sondern durchtränkt mit der Gnade Gottes. Wie ein Schwamm (ein Stein oder steinernes Herz kann Gottes Liebe nicht aufnehmen und weitergeben) soll unser Herz Gottes Liebe aufnehmen und wieder verströmen. Darum lass dich von Gott immer wieder weich machen und vom Heiligen Geist durchtränken. Zuerst das SEIN, daraus folgt dann das TUN. Das Tun führt nicht zum Sein. Matthias lädt uns zu einer prophetischen Zeichenhandlung ein: Wir sollen in Gedanken zum Vater hineingehen und alle erlebten Verletzungen seitens unserer unvollkommenen Väter und Mütter vor diesen einen Vater bringen und Heilung empfangen – eingehen in das SEIN mit IHM. Eine herrliche Zeit, sich in diese Nähe mit dem Vater hineinzuversetzen. Und das können wir auch zu Hause tun; wir können unsere Wohnung oder unser Haus auch als die Wohnung oder das Haus unseres Vaters ansehen, wo wir behütet und geborgen sind.

Den Nachmittag startet Karin mit einem fröhlichen Spiel: Wer mag, bekommt einen leeren Zettel auf den Rücken geklebt. Danach sollen wir uns spielerisch einen Beinamen oder eine Eigenschaft für jemanden ausdenken und das demjenigen auf den Zettel auf dessen Rücken schreiben. Dies in Anlehnung an den weissen Stein, den wir am Morgen bekommen haben mit Hinweis auf Offenbarung 2,17. Ja, es ist ein Kindergartenspiel, aber wenn wir nicht Busse tun und werden wie die Kinder, kommen wir nicht ins Reich Gottes. Römer 16 führt viele Namen zum Gruss auf – warum steht das so in der Bibel – weil Gott diese Namen bekannt sind und er sich darüber freut.

Wir müssen auch aufhören, Mitmenschen zwanghaft für Gott zu gewinnen damit sie gerettet werden. Das ist gesetzlich, denn wir sind nicht der Retter, das ist Gott. Jesus hat sich keinen Druck auferlegt und ein Burnout eingefangen, weil er die Welt retten wollte. Er hat sich ganz auf den Vater verlassen und getan, was er den Vater tun sah. So war er immer im Gleichgewicht und in der Beziehung zum Vater.

In der Bibel hat Gott den Menschen oft neue Namen gegeben. Petrus, dem Wankelmütigen, gab er den Namen «Fels». Nicht aus eigener Kraft wurde dieser zum «Fels», sondern durch die Liebe Gottes. Lassen wir uns auch von Gott zurecht lieben (gesund und gerecht).

Wir haben nicht eine Botschaft – wir sind die Botschaft. Wir sind weder Ankläger, noch Anwalt oder Richter, sondern Zeuge. Durch unser Leben geben wir Zeugnis von der Liebe des Vaters, unser Wesen und unsere Augen sollen Zeugnis sein.

Ausschnitt Referat Karin und Matthias Hoffmann

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